Wasserstoffnetz Westküste

Wasserstoffnetz Westküste

Die konsequente Umsetzung der Energiewende ist ein zentrales Ziel der Regionalen Kooperation Westküste. Die Energieküste ist bereits heute Vorreiter bei der Umsetzung von Wasserstoff-Projekten.

Mit der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie die Westküste auch weiterhin am Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft partizipieren kann. Im Fokus standen dabei nicht langfristige theoretische Potenziale, sondern kurzfristig umsetzbare Schritte mit konkret interessierten Akteuren aus dem Mobilitätssektor mit Schwerpunkt auf Busse, Abfallsammelfahrzeuge und LKW.

Ziel der Studie war es, die Potenziale einer regionalen Wasserstoffnachfrage zu ermitteln. Dabei wurde untersucht, an welchen Standorten unter welchen Bedingungen und Kosten eine Nachfrage nach Wasserstoff so generiert werden kann, dass die Versorgungsinfrastruktur nachfolgt.

Als Konzentrationspunkte (englisch „Hubs“) oder Cluster für die Wasserstoffwirtschaft an der Westküste haben die Gutachter folgende Standorte identifiziert:

  • Husum/ Niebüll mit geplantem Brennstoffzellen-ÖPNV-Projekt und mehreren geplanten H2-Tankstellen
  • Heide mit dem Reallabor Westküste 100, seiner Gas-Infrastruktur, als Speicher geeigneten Kavernen und bereits geplantem Autohof mit H2-Anschluss
  • Itzehoe/ Brunsbüttel mit bereits vorhandener H2-Tankstelle für Pkw in Büttel und einer möglichen weiteren H2-Tankstelle in Itzehoe, Logistik-Unternehmen, Chemie-Industrie und dem Anschluss der Offshore-Windkraftanlagen
  • Elmshorn/ Tornesch mit Logistik-Unternehmen und Abfallwirtschaft

Für die Umsetzung eines Wasserstoffnetz Westküste empfehlen die Gutachter, die Festlegung konkreter Tankstellen-Standorte in den vier Kreisen unter der Beteiligung von potenziellen Abnehmern von Wasserstoff, Produzenten sowie politischen Entscheidungsträgern. Mit einer Machbarkeitsanalyse könnten im nächsten Schritt mögliche Betreiber- und Beschaffungsmodelle für Infrastruktur und Fahrzeuge geprüft werden. Anschließend könnte eine konkrete Planung der Kosten und möglichen Fördermittel beginnen.

Die Studie „Entwicklungspfade einer Wasserstoffwirtschaft der Westküste“ wurde finanziert mit Mitteln des Regionalbudgets Westküste 2017-2020 und durch die Kreise Dithmarschen, Nordfriesland Pinneberg und Steinburg. Das Regionalbudget wird gefördert aus dem Landesprogramm Wirtschaft.